Erkrankungen der Schilddrüse
Erkrankungen der Schilddrüse kann man in funktionelle Störungen (wie die Über- oder Unterfunktion) und in morphologische Veränderungen (wie z. B. Größenzunahme oder knotige Veränderungen) unterteilen. Nicht selten liegen auch funktionelle Störungen und morpholgische Veränderungen gleichzeitig vor.
Die Vergrößerung der Schilddrüse wird auch als Struma bezeichnet und stellt die häufigste Erkrankung im Bereich der Schilddrüse dar. Ursache ist meist ein Jodmangel, wodurch weniger Schilddrüsenhormone produziert werden können. Die Schilddrüse versucht dies mit einem Größenwachstum auszugleichen. Es kann sich dabei um eine reine Größenzunahme handeln (Struma diffusa) oder aber auch um ein knotiges Wachstum (Struma nodosa).
Symptome der Schilddrüsenunterfunktion sind u. a. Müdigkeit, Antriebsmangel, schnelle Erschöpfung, depressive Verstimmung und Gewichtszunahme. Die Ursachen der Unterfunktion sind meist in der Schilddrüse selbst zu suchen. Die häufigste Ursache ist der Verlust von funktionsfähigem Schilddrüsengewebe infolge einer chronischen Entzündung der Schilddrüse.
Bei der Schilddrüsenüberfunktion kommt es zu einer Überproduktion von Schilddrüsenhormonen in der Schilddrüse. Die wesentlichen Symptome sind innere Unruhe, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, vermehrtes Schwitzen und Gewichtsabnahme. Die Ursache kann -neben einer Überdosierung von Schilddrüsenmedikamenten- ein autonomes Adenom der Schilddrüse oder eine autoimmune Erkrankung, wie der Morbus Basedow liegen.
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