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Magenchirurgie an der Klinik Bad Bergzabern

Magenchirurgie ist ein spezialisiertes Teilgebiet der Viszeralchirurgie (Bauchchirurgie), das sich mit operativen Eingriffen am Magen befasst.

Diese Operationen werden durchgeführt, um Krankheiten zu behandeln, die durch Medikamente oder andere Therapien nicht ausreichend geheilt werden können.

Durch die langjährige Erfahrung und besondere Expertise des Chefarztes Dr. Steffen Münch stellt die Magenchirurgie einen besonderen Schwerpunkt in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie dar. Es werden alle Eingriffe bei sowohl gutartigen als auch bösartigen Befunden angeboten. Dabei werden auch komplexe onkologische Operationen, wie die Entfernung des Magens einschließlich der Lymphknoten, vorzugsweise und mit gleicher Radikalität minimal-invasiv durchgeführt. Bei kleineren und gutartigen Tumoren reicht eine Teilentfernung des Magens oft aus. Um das Resektionsausmaß zu begrenzen, wird oft während der Operation durch die Abteilung für Gastroenterologie eine Magenspiegelung durchgeführt, die uns das laparoskopische Auffinden kleinerer Befunde erleichtert.

Auch funktionelle Erkrankungen wie die Refluxerkrankung werden, sollte eine medikamentöse Therapie nicht den gewünschten Erfolg bringen, minimal-invasiv operiert. Oft ist ein Zwerchfellbruch Ursache des Sodbrennens, der nach Reposition des Magens in die Bauchhöhle verschlossen wird. Bei entsprechender Indikation kann dann noch eine Magenmanschette (Fundoplicatio) als Refluxbarriere gebildet werden.

Unter anderem behandeln wir folgende Krankheitsbilder:

Das Magenkarzinom ist ein bösartiger Tumor, der meist (zu 90-95%) von den Drüsenzellen der Magenschleimhaut ausgeht (Adenokarzinom). Es betrifft häufig Menschen über 50, Männer öfter als Frauen. Da Frühsymptome wie Völlegefühl, Appetitlosigkeit oder Magenschmerzen unspezifisch sind, wird die Krankheit oft spät diagnostiziert.

Behandlung:

  • Laparoskopische Gastrektomie mit D2-Lymphadenektomie (minimal-invasive Entfernung des kompletten Magens einschließlich aller potentiell befallenen Lymphknoten).

Gastrointestinale Stromatumore (GIST) oder neuroendokrine Tumoren (NET) zeigen sowohl Merkmale von gutartigen als auch von bösartigen Tumoren und werden deshalb als semimaligne eingestuft. Sie werden auch zufällig im Rahmen von Magenspiegelungen (Gastroskopie) entdeckt und sollten vollständig entfernt werden!

Behandlung:

  • Laparoskopische Wedge-Resektion
  • Laparoskopische Magenteilresektion
    (wenn notwendig endoskopisch navigiert)

 

Ein Magengeschwür (Ulcus ventriculi) ist ein tiefer, gutartiger Defekt der Magenschleimhaut, der oft bis in tiefere Wandschichten reicht. Es entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen aggressiver Magensäure und geschützter Schleimhautbarriere, primär ausgelöst durch Helicobacter pylori-Bakterien oder bestimmte Schmerzmittel (NSAR). 
Wenngleich eine große Anzahl an Magengeschwüren symptomlos verbleibt, so können bei symptomatischen Geschwüren Oberbauchschmerzen, vor allem in den frühen Morgenstunden auf nüchternen Magen, auftreten. Diagnostiziert wird ein Magengeschwür durch eine Magenspiegelung. Die Therapie ist fast ausschließlich konservativ. Bei Versagen der konservativen Therapie oder Auftreten von Komplikationen, z. B. bei einer Perforation des Magens oder einer Penetration des Ulcus in Nachbarorgane, ist eine chirurgische Therapie indiziert. Operativ wird das Ulcus, meist auch minimalinvasiv, exzidiert und der Magenwanddefekt per Naht verschlossen.

Eine Magenausgangsstenose bezeichnet eine Verengung des Magenausgangs, die den Übergang des Speisebreis aus dem Magen in den Zwölffingerdarm (Duodenum) behindert oder gar unmöglich macht. Die Ursache liegt oft in einer chronischen Entzündung, in seltenen Fällen kann auch ein bösartiger Tumor den Magenausgang verlegen.

Behandlung:

  • Laparoskopische Magenteilresektion
  • Laparoskopische innere Umgehung (Bypassanastomose)
     

Die Refluxkrankheit (gastroösophagealer Reflux) und Zwerchfellbrüche (Hiatushernien) sind eng miteinander verbundene Erkrankungen des oberen Verdauungstraktes. Bei einem Zwerchfellbruch können Anteile des Magens oder der gesamte Magen durch eine Lücke im Zwerchfell in den Brustraum rutschen, wodurch der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre begünstigt wird, was zu chronischem Sodbrennen führen kann. Sollte eine medikamentöse Therapie mittels Blockade der Säureproduktion im Magen nicht zum gewünschten Erfolg führen, kann eine Operation indiziert sein. Dabei wird durch eine minimal invasive Operation der Magen wieder in den Bauchraum verlagert und die Lücke am Zwerchfell verschlossen. Durch die Bildung einer Manschette aus der Magenkuppel (Fundus) entsteht eine Art Ventil, das den Säurerückfluss in die Speiseröhre verhindert.

Behandlung:

  • Laparoskopische Fundoplicatio nach Nissen-Rosetti
  • Laparoskopische Hemifundoplicatio nach Toupet 
  • Jeweils mit hinterer Hiatoplastik 

Leitung

Portrait Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie  Dr. med. Steffen Münch Klinikum Landau-Südliche Weinstraße

Chefarzt

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Dr. med. Steffen Münch

Facharztkompetenz: Facharzt für Chirurgie und für allgemeine und spezielle Viszeralchirurgie

Sekretariat & Termin­vergabe

Sekretariat

Chirurgie Klinik Bad Bergzabern

Klinik Bad Bergzabern
Danziger Straße 25
76887 Bad Bergzabern

Dagmar Felix
Telefon: 06343 950 3203
E-Mail: Sekretariat.Chirurgie.BBZ(at)klinikum-ld-suew.de

Terminvergabe Chirurgische Ambulanz:

Regina Lorenz
Barbara Hünerfauth 
Marion Issler 
Telefon: 0 63 43 / 950-32 31
Telefax: 0 63 43 / 950-32 09
E-Mail: Chirurgische.Ambulanz.BBZ(at)klinikum-ld-suew.de