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Kolorektale Chirurgie an der Klinik Bad Bergzabern

Die kolorektale Chirurgie ist ein spezialisiertes Teilgebiet der Viszeralchirurgie, das operative Eingriffe am Dickdarm, Mastdarm und Anus umfasst.

Sie behandelt gut- und bösartige Erkrankungen wie Darmkrebs, Divertikulitis, chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) und Polypen. Ziel ist oft der Funktionserhalt des Darms, meist durch moderne, minimal-invasive Methoden (Schlüsselloch-Technik).
Durch die langjährige Erfahrung und besondere Expertise des Chefarztes Dr. Steffen Münch stellt die Chirurgie des Verdauungstraktes einen besonderen Schwerpunkt in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie dar. Routiniert führen wir diese Eingriffe, wo immer sinnvoll und möglich, vorzugsweise minimal invasiv durch und können dabei auf eine modernste technische Ausstattung zurückgreifen. Durch die Kooperation mit dem Clinical Cancer Center am Städtischen Klinikum Karlsruhe können wir alle unsere onkologischen Patienten im dortigen Tumorboard interdisziplinär mit allen notwendigen Fachexperten besprechen, um so eine individuelle Vor- oder Nachbehandlung der Tumorerkrankung unter modernsten wissenschaftlichen Gesichtspunkten zu gewährleisten.

Durch die enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Gastroenterologie unter der Leitung von Frau Dr. Herrmannspahn gewährleisten wir eine ganzheitliche Betrachtung und Behandlung von Erkrankungen der Verdauungsorgane und können durch die Kombination von endoskopischen und laparoskopisch-chirurgischen Verfahren im Einzelfall bestmögliche und schonende Therapieverfahren anbieten.

Durch die konsequente Anwendung des ERAS-Konzepts (Early Recovery After Surgery) einschließlich einer individuellen Schmerztherapie mittels zusätzlicher Regional- und Leitungsanästhesie oder eines periduralen Schmerzkatheters sind Sie bereits am Operationstag mit Unterstützung unseres Physiotherapieteams wieder mobil. Ein zügiger Kostaufbau bereits am Folgetag der Operation fördert die Darmtätigkeit, verbessert die Darmdurchblutung, neutralisiert die Darmbakterien und reduziert somit das Risiko einer Undichtigkeit der Darmnaht. Somit wird eine schnellere Genesung gefördert, sodass sich der Krankenhausaufenthalt meist auf wenige Tage beschränkt. Ein spezialisiertes, interdisziplinäres Team aus erfahrenen Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten und Sozialarbeitern sorgt während des stationären Aufenthalts für eine hoch qualifizierte Versorgung und organisiert die eventuell notwendige, weitere Behandlung nach dem stationären Aufenthalt oder die häusliche Versorgung.
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Folgende Erkrankungen werden behandelt:

Adenome des Dickdarms sind gutartige Geschwülste, die in aller Regel durch unsere hochspezialisierte gastroenterologische Abteilung endoskopisch entfernt werden können. In wenigen Fällen ist aufgrund der Größe der Konfiguration der Adenome oder aufgrund der Lage eine endoskopische Abtragung nicht sinnvoll oder nicht möglich. Da Adenome in vielen Fällen potenziell bösartig entarten können, ist eine Entfernung notwendig und schützt vor der Entstehung von Darmkrebs. Können Adenome endoskopisch nicht abgetragen werden, so besteht die Möglichkeit eines minimal-invasiven operativen Eingriffes, bei dem entweder das Adenom entfernt oder der betroffene Darmabschnitt reseziert wird.

Das Karzinom des Dickdarms (Kolonkarzinom) ist ein bösartiger Tumor, der aus der Schleimhaut des Dickdarms (Kolon) oder des Mastdarms (Rektum) entsteht. Zusammen mit dem Rektumkarzinom wird es unter dem Begriff kolorektales Karzinom (Darmkrebs) zusammengefasst. Es gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen und tritt überwiegend im höheren Lebensalter auf, meist ab dem 50. Lebensjahr, mit einem Erkrankungsgipfel um das 70. bis 77. Lebensjahr.

Behandlung:

  • Adjuvante Chemotherapie: Eine unterstützende Systemtherapie nach erfolgter Operation zur Senkung des Rückfallrisikos
  • Neoadjuvante Therapie: Chemo- und/oder Strahlentherapie zur Abtötung vitaler Tumorzellen und Verkleinerung des Tumors vor einer Operation. In aller Regel bei organüberschreitenden Tumoren.
  • Strahlentherapie: Ionisierende Strahlen werden, meist in Kombination mit einer Chemotherapie,  in speziellen Fällen vor oder nach einer Operation eingesetzt um das Rückfallrisiko zu senken.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED), primär Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, sind nicht ansteckende, schubweise verlaufende Erkrankungen des Verdauungstrakts. Sie zeichnen sich durch rezidivierende Entzündungen der Darmwand aus, die Symptome wie blutige Durchfälle, Bauchschmerzen und Gewichtsverlust verursachen. Die Behandlung erfolgt primär konservativ. Gemeinsam mit der Klinik für Gastroenterologie unter der Leitung von Frau Herrmannspahn werden diese Erkrankungen anhand einer ausführlichen Anamnese und klinischen unter Untersuchung diagnostiziert. Mittels Darmspiegelungen entsprechenden Biopsien aus betroffenen Darmabschnitten kann die Diagnose dann histopathologisch bestätigt oder ausgeschlossen werden. Sollte die konservative Therapie dauerhaft nicht zu einem gewünschten Erfolg führen oder Komplikationen der Erkrankungen, wie z. B. Abszess, Fistel, einen Darmverschluss etc., aufgetreten ist eine Operation oft unumgänglich. Gemeinsam können wir hier das operative Vorgehen unter Berücksichtigung der individuellen medikamentösen Therapie sowie in Abwägung von Nutzen und Risiko individuell mit Ihnen diskutieren. Durch unsere große Erfahrung in minimalinvasiver und offener Chirurgie des Verdauungstraktes können wir alle Verfahren auf diesem Gebiet mit geringem Risiko anbieten.

Behandlung: Leichtere  Fälle einer unkomplizierten Entzündung werden oft konservativ mit Schonkost unter meist antibiotisch behandelt. Bei Auftreten von Abszessen oder einer gedeckten Perforation ist eine Operation oft unumgänglich. Bei chronisch rezidivierenden Divertikulitiden hängt die Entscheidung zur Operation von der Anzahl der Entzündungsschüben, deren zeitlichen Abstand und nicht zuletzt von ihrem persönlichen Leidensdruck ab. Gerne beraten wir Sie diesbezüglich. Sollte eine Operation notwendig sein wird dies in aller Regel minimalinvasiv (laparoskopisch) durchgeführt und dabei der von der Entzündung betroffene Darmabschnitt entfernt. Die Anlage eines künstlichen Darmausganges ist dabei meist nicht notwendig.

Diagnose und Behandlung:

  • Diagnose: Erfolgt meist durch eine körperliche Untersuchung, Blutuntersuchungen (erhöhte Entzündungswerte, CRP) und eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) oder Computertomografie (CT) des Bauches.
  • Behandlung: Um uns für unsere Patienten ein bestmögliches, multimodales Therapie-Konzept erarbeiten zu können, kooperieren wie mit dem Clinical Cancer Center am Städtischen Klinikum Karlsruhe. In der dortigen Tumorkonferenz werden alle kolorektalen Karzinome, die wir in unserer Klinik behandeln und operieren interdisziplinär mit Fachexperten der Onkologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Radiologie, Gastroenterologie und Chirurgie diskutiert. Auf diese Weise gewährleisten wir eine optimale Therapie unter modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen und unter Beteiligung aller an der Krebsmedizin beteiligten Fachdisziplinen. Durch unser gutes regionales Netzwerk kann die adjuvante oder neoadjuvante Therapie in den meisten Fällen regional erfolgen.
  • Komplikationen: Bei schweren Entzündungen können Abszesse, Fisteln oder ein Darmdurchbruch (Perforation) entstehen, die eine Operation erforderlich machen.

Um uns für unsere Patienten ein bestmögliches, multimodales Therapie-Konzept erarbeiten zu können, kooperieren wir mit dem Clinical Cancer Center am Städtischen Klinikum Karlsruhe. In der dortigen Tumorkonferenz werden alle kolorektalen Karzinome, die wir in unserer Klinik behandeln und operieren, interdisziplinär mit Fachexperten der Onkologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Radiologie, Gastroenterologie und Chirurgie diskutiert. Auf diese Weise gewährleisten wir eine optimale Therapie unter modernsten, wissenschaftlichen Erkenntnissen und unter Beteiligung aller an der Krebsmedizin beteiligten Fachdisziplinen. Durch unser gutes, regionales Netzwerk kann die adjuvante oder neoadjuvante Therapie in den meisten Fällen regional erfolgen.

Operationsverfahren

Aufgrund unserer Spezialisierung auf Erkrankungen des Verdauungstraktes ist es uns möglich, unter anwendungsmoderner Technik alle Operationsverfahren vorzugsweise laparoskopisch, also minimal-invasiv, anzubieten. Dabei wird über einen winzigen Zugangsweg der Bauchraum mit CO2-Gas angefüllt (Pneumoperitoneum) und eine hochauflösende Kamera in die Bauchhöhle eingeführt. Über weitere 5-10 mm große Zugangswege kann dann die Operation durchgeführt und über einen Monitor verfolgt werden. Durch unsere ausgewiesene Expertise auf diesem Gebiet sind diese Operationen risikoarm und schonend durchführbar.

 

Die Hemikolektomie rechts bezieht sich auf die Entfernung der rechten Dickdarmhälfte. Dabei werden ca. 10-15 cm terminales Ileum, Zökum, Colon ascendens und rechte Kolonflexur entfernt. Bei onkologischen Eingriffen erfolgt dabei zusätzlich die radikale Entfernung der regionalen Lymphknoten bis auf die großen Stammgefäße des rechten Darmes (komplette mesokolische Exzision). Die Wiederherstellung der Darmkontinuität erfolgt durch eine maschinelle Naht: Verbindung zwischen Dünn- und Querdarm. Die Operation erfolgt routinemäßig laparoskopisch bzw. minimalinvasiv.

 

Bei der Hemikolektomie links wird die linke Hälfte des Dickdarmes entfernt. Diese umfasst in der Regel den absteigenden Teil (Colon descendens) sowie den Sigma-Darm. Die Wiederherstellung der Darmkontinuität erfolgt dann durch eine maschinelle Verbindung des Quer Darms mit dem Mastdarm. Bei onkologischen Eingriffen werden alle dem resezierenden Darmabschnitt zugehörigen Lymphknoten bis auf die Stammgefäße mitentfernt. Die Operation erfolgt routinemäßig laparoskopisch bzw. minimalinvasiv.

 

Bei der Hemikolektomie links wird die linke Hälfte des Dickdarmes entfernt. Diese umfasst in der Regel den absteigenden Teil (Colon descendens) sowie den Sigma-Darm. Die Wiederherstellung der Darmkontinuität erfolgt dann durch eine maschinelle Verbindung des Quer Darms mit dem Mastdarm. Bei onkologischen Eingriffen werden alle dem resezierenden Darmabschnitt zugehörigen Lymphknoten bis auf die Stammgefäße mitentfernt. Die Operation erfolgt routinemäßig laparoskopisch bzw. minimalinvasiv.

 

Bei der Sigmaresektion wird der Sigmadarm entfernt und die Darmkontinuität durch eine maschinelle Verbindung zwischen absteigendem Dickdarm und Mastdarm wieder hergestellt. Häufig wird dieser Eingriff bei der komplizierten Sigmadivertikulitis angewandt. Routinemäßig erfolgt diese Operation laparoskopisch bzw. minimalinvasiv.

 

Durch seine besondere Lage im knöchernen, kleinen Becken nimmt der Mastdarm eine besondere Stellung innerhalb des Dickdarmes ein. Zudem bildet der Mastdarm, gemeinsam mit dem Schließmuskel, den Abschluss des Verdauungsorgans. Operationen auf diesem Gebiet sind äußerst komplex und erfordern eine hohe Expertise. In einigen Fällen ist, vor allem beim tiefen Mastdarmkrebs, eine Vorbehandlung mittels Strahlen- und Chemotherapie (neoadjuvante Therapie) notwendig. Durch eine entsprechende multimodale Therapie und eine exzellente Operationstechnik kann in vielen Fällen heutzutage ein dauerhafter künstlicher Darmausgang vermieden werden. Bei tief sitzenden Mastdarmtumoren ist jedoch ein vorübergehend für wenige Wochen angelegter künstlicher Darmausgang notwendig. Gemeinsam mit unserer Stomatherapeutin werden wir Sie auf diesen Eingriff vorbereiten und Sie während und auch nach Ihrem stationären Aufenthalt diesbezüglich begleiten.

Routinemäßig werden diese Eingriffe mit äußerster Sorgfalt und größter Radikalität minimalinvasiv bzw. laparoskopisch durchgeführt.

Leitung

Portrait Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie  Dr. med. Steffen Münch Klinikum Landau-Südliche Weinstraße

Chefarzt

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Dr. med. Steffen Münch

Facharztkompetenz: Facharzt für Chirurgie und für allgemeine und spezielle Viszeralchirurgie

Sekretariat & Termin­vergabe

Sekretariat

Chirurgie Klinik Bad Bergzabern

Klinik Bad Bergzabern
Danziger Straße 25
76887 Bad Bergzabern

Dagmar Felix
Telefon: 06343 950 3203
E-Mail: Sekretariat.Chirurgie.BBZ(at)klinikum-ld-suew.de

Terminvergabe Chirurgische Ambulanz:

Regina Lorenz
Barbara Hünerfauth 
Marion Issler 
Telefon: 0 63 43 / 950-32 31
Telefax: 0 63 43 / 950-32 09
E-Mail: Chirurgische.Ambulanz.BBZ(at)klinikum-ld-suew.de