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Chirurgie von Schilddrüse und Nebenschilddrüse an der Klinik Landau

Durch langjährige Erfahrungen und Spezialisierung auf dem Gebiet der Schilddrüsenchirurgie können wir Ihnen individuell angepasste und sichere Eingriffe mit höchster Präzision bieten.

Alle Verfahren zur Schonung kritischer Strukturen, wie der Einsatz von Elektromonitoring und Lupenbrille, werden dabei angewandt. Im Rahmen der interdisziplinären Sprechstunde unter der Leitung von Herrn Mario Paul (Chirurgische Leitung Schilddrüsenzentrum) und PD Dr. med. Thomas Kunt (Internistische Leitung Schilddrüsenzentrum) erfolgt eine differenzierte Betrachtung Ihrer individuellen Erkrankung. 

Wir setzen dabei  auf modernste Diagnoseverfahren. Mittels hochauflösender Ultraschalluntersuchungen, sonografiegesteuerter Punktionen und spezifischer Funktionsdiagnostik erkennen wir Ihre Erkrankung frühzeitig und können so individuelle Therapiekonzepte erarbeiten. 

Auch die Behandlung des Hyperparathyreoidismus (Überfunktion der Nebenschilddrüsen) nimmt in unserer Klinik einen hohen Stellenwert ein. Durch Kooperation mit nuklearmedizinischen Zentren kann eine umfassende Diagnostik erfolgen, sodass eine eventuell notwendige Operation sicher und schonend durchgeführt wird. 

In unserem interdisziplinären Zentrum für Schilddrüsenerkrankungen vereinen wir internistische und chirurgische Expertise für eine umfassende Versorgung auf höchstem Niveau und kurzer stationärer Verweildauer.
 

Erkrankungen der Schilddrüse

Eine zu große Schilddrüse, auch Struma genannt, kann verschiedene Ursachen haben. Häufig sind Jodmangel, bei dem die Schilddrüse versucht, mehr Jod ein zu lagern, um Hormone zu bilden, oder Autoimmunerkrankungen wie die Hashimoto-Thyreoiditis oder die Basedow-Krankheit verantwortlich. In einigen Fällen geht eine solche Vergrößerung mit einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse einher.

Die Therapie hängt von der Ursache ab. Bei Jodmangel hilft oft die Substitution von Jod, manchmal verbunden mit medikamentös zugeführten Schilddrüsenhormonen. Autoimmunerkrankungen können oft medikamentös therapiert werden, in einigen Fällen ist auch eine Radiojodtherapie möglich. Bei mechanischen Problemen besteht oft die Indikation zu einer operativen Entfernung der Schilddrüse.
Neben der Vergrößerung der Schilddrüse kann diese auch Knoten bilden. Diese können sowohl gutartig- als auch bösartig sein und entstehen aufgrund von vermehrtem Zellwachstum, manchmal durch Entzündungen oder genetische Faktoren bedingt. Die Diagnose kann per Ultraschall erfolgen und nach Punktion per feingeweblicher Untersuchungen gesichert werden. 

Die häufigste Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion sind Adenome in der Schilddrüse, die unkontrolliert Schilddrüsenhormone produzieren. Wesentlich seltener sind Autoimmunerkrankungen, wie z. B. der Morbus Basedow. Primär erfolgt die Behandlung medikamentös. Wenn diese Behandlung nicht zum gewünschten Erfolg führt, kann in Abwägung von individuellem Nutzen und Risiko eine Radiojodtherapie oder eine Operation erwogen werden.

Die Hypothyreose ist eine Unterfunktion der Schilddrüse, bei der die Schilddrüse zu wenig Schilddrüsenhormone produziert. Dies führt zu einer allgemeinen Stoffwechselverlangsamung. Typische Symptome sind Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, trockene Haut oder eine verlangsamte Herzfrequenz. Häufigste Ursachen sind eine entfernte Schilddrüse oder Jodmangel, aber auch Autoimmunerkrankungen wie die Hashimoto-Thyreoiditis können zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen. Die Therapie besteht meist in der regelmäßigen Einnahme von Schilddrüsenhormonen.

Der Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung bei Autoantikörper die Schilddrüse zu einer vermehrten Hormonproduktion anregen. Dadurch kommt es zu einer Überfunktion der Schilddrüse. Typische Symptome sind Herzrasen, Nervosität, Gewichtsabnahme und eine hervortretende Augenpartie. Genaue Ursachen sind unbekannt. Die Therapie erfolgt meist mit Medikamenten, Radiojodtherapie und in manchen Fällen auch operativ.

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift und nach und nach zerstört. In der Folge kommt es zu einer Unterfunktion der Schilddrüse mit der typischen Beschwerdesymptomatik: Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit und depressive Verstimmung. Die Ursache dieser Erkrankung ist weitgehend unbekannt. Die Behandlung erfolgt im Wesentlichen durch eine lebenslange Einnahme von Schilddrüsenhormonen.

Operationen an der Schilddrüse

Über einen kleinen, kosmetisch günstiger gelegenen Schnitt von ca. 5-6 cm Größe wird die komplette Schilddrüse entfernt. Die Nebenschilddrüsen sind hierbei nicht betroffen. Um sensible Strukturen im Operationsgebiet, vor allem den rückläufigen Stimmbandnerv, zu schonen, setzen wir neben lupenmikroskopischer Vergrößerung moderne Verfahren wie das intraoperative Nervenmonitoring (IONM) ein. Dabei kann der Nerv mit hoher Sicherheit aufgesucht und seine Funktionalität mittels eines akustischen und visuellen Signals überprüft werden.

Die Hemithyroidektomie beschreibt ein Verfahren, bei dem nur ein Lappen der Schilddrüse entfernt wird, während Teile der Schilddrüse erhalten werden können. Die Nebenschilddrüsen sind hierbei nicht betroffen. Um sensible Strukturen im Operationsgebiet, vor allem den rückläufigen Stimmbandnerv, zu schonen, setzen wir neben lupenmikroskopischer Vergrößerung moderne Verfahren wie das intraoperative Nervenmonitoring (IONM) ein. Dabei kann der Nerv mit hoher Sicherheit aufgesucht und seine Funktionalität mittels eines akustischen und visuellen Signals überprüft werden.

Erkrankungen der Nebenschilddrüse

Die Nebenschilddrüsen sind für die Regulation des Calciumspiegels im menschlichen Körper verantwortlich. Sie produzieren in einem ausgewogenen Verhältnis Parathormon, das die Kalziumsaufnahme aus der Nahrung, aber auch den Kalziumsabbau aus dem Knochen steigert. Die häufigste Erkrankung der Nebenschilddrüsen ist ein gutartiges Adenom, das unkontrolliert Parathormon produziert. Dies führt zu einem erhöhten Kalziumspiegel im Körper. Man spricht von einem primären Hyperparathyreoidismus. Diese führt unbehandelt zu einer Entkalkung der Knochen (Osteoporose) und kann zu Nierensteinen, Gallensteinen und Magenproblemen, aber auch zu depressiver Verstimmung und einer Beeinträchtigung des Denkens führen. Die Erkrankung wird häufig zufällig im Rahmen einer Blutuntersuchung anhand eines hohen Kalziumspiegels erkannt und kann über die bestehende Erhöhung des Parathormons gesichert werden. Führt eine konservative Therapie nicht zum gewünschten Erfolg, kann im Rahmen eines kleinen Eingriffs das Nebenschilddrüsenadenom operativ entfernt werden. Die Operation ist durch unsere hoch spezialisierten Operateure risikoarm und schonend. Der Erfolg der Operation kann bereits intraoperativ durch eine Bestimmung des Parathormonspiegels nach Entnahme des Adenoms bestätigt werden.
Bei einem sekundären Hyperparathyreoidismus sind, meist z. B. infolge von Nierenerkrankungen, alle Nebenschilddrüsenkörperchen.

Leitung

Portrait Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie  Dr. med. Steffen Münch Klinikum Landau-Südliche Weinstraße

Chefarzt

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Dr. med. Steffen Münch

Facharztkompetenz: Facharzt für Chirurgie und für allgemeine und spezielle Viszeralchirurgie

Portrait Mario Paul Oberarzt  Allgemein- und Viszeralchirurgie Klinikum Landau-Südliche Weinstraße

Oberarzt

Allgemein- und Viszeralchirurgie, Chirurgischer Leiter Schilddrüsenzentrum

Mario Paul

Facharztkompetenz: Facharzt für Chirurgie

PD Dr. med Thomas Kunt Klinikum Landau-Südliche Weinstraße Chefarzt Innere Medizin

Chefarzt, Internistischer Leiter Schilddrüsenzentrum

Innere Medizin

PD Dr. med. Thomas Kunt

Facharztkompetenz: Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt Endokrinologie
 

Sekretariat & Termin­vergabe

Kontakt

Interdisziplinäres Schilddrüsenzentrum

Klinikum Landau-Südliche Weinstraße GmbH
Bodelschwinghstraße 11
76829 Landau

Sekretariat Innere Medizin, Geriatrie, Palliativmedizin und Endokrinologie Klinik Landau

Klinik Landau
Bodelschwinghstraße 11
76829 Landau

 

Sekretariat  & Terminvergabe
Chirurgische Ambulanz Landau:

Maximilian Gräber
Lucia Nutz
Telefon: 06341 908 2204  
E-Mail: schilddruesenzentrum.ld(at)klinikum-ld-suew.de